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Alles über Merinowolle und unsere Lieblingsmarke Woolpower

Alles über Merinowolle und unsere Lieblingsmarke Woolpower

Warum Wolle warm hält: Die Wissenschaft und Ethik hinter nachhaltiger Kleidung

Wer schon einmal in der kalten Außenluft gestanden hat, weiß, wie wichtig gute Kleidung ist. Aber fragen Sie sich beim Anziehen Ihres Lieblingspullovers jemals, wer ihn hergestellt hat oder warum das eine Material Sie trocken und warm hält, während sich das andere schnell klamm anfühlt?

In dem Video der schwedischen Bekleidungsmarke Woolpower tauchen wir tief in die Welt der Textilproduktion, die einzigartige Funktionsweise von Merinowolle und die Kunst des „Zwiebelprinzips“ (Lagen-Prinzip) ein.

Ethik an erster Stelle: Keine Wegwerfmode

Die Textilindustrie ist leider oft für schlechte Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und Ausbeutung bekannt. Woolpower entscheidet sich bewusst für einen anderen Ansatz:

  • Lokal produziert: Bereits seit 1969 werden alle Kleidungsstücke in der eigenen Fabrik in Östersund, Nordschweden, gefertigt.

  • Persönlicher Stolz: Anstatt eines Fließbandkonzepts, bei dem jemand immer wieder eine bestimmte Naht wiederholt, näht eine Näherin oder ein Schneider das gesamte Kleidungsstück. Ist das Kleidungsstück abgenommen? Dann wird es mit dem eigenen Namensschild versehen.

  • Zero-Waste-Philosophie: Restmaterial aus der Fertigung wird nicht weggeworfen, sondern zu wärmenden Einlegesohlen oder Sitzkissen („Recycled Grey“) weiterverarbeitet.

Die einzigartigen Eigenschaften von Merinowolle

Warum bleibt Wolle der absolute Favorit für Outdoor-Aktivitäten? Synthetische Fasern können die natürliche Kraft der Wollfasern bis heute nicht erreichen.

1. Wärme, selbst wenn sie nass ist

Wenn Sie bei körperlicher Anstrengung schwitzen, kann normale Kleidung kalt und klamm werden. Wasser leitet Wärme schließlich 25-mal schneller als Luft. Merinowolle leitet Feuchtigkeit von der Haut weg und kann bis zu 30 % ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit in der Faser aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen.

2. Stehende Luft als Isolierung

Die Fasern von Merinowolle sind gekräuselt (bis zu 40 Kräuselungen pro Zentimeter). Diese Kräuselungen halten große Mengen stehender Luft fest. Da stehende Luft der beste Isolator gegen Kälte ist, bleibt Ihre Körperwärme erhalten.

3. Kratzen? Nicht mit der richtigen Dicke

Viele Menschen denken, dass Wolle kratzt. Das hängt von der Faserdicke ab (gemessen in Mikron):

  • Feine Wolle (17–23 Mikron): Fühlt sich sehr weich auf der Haut an.

  • Grobe Wolle (>28 Mikron): Knickt auf der Haut nicht um und verursacht ein juckendes Gefühl.

Woolpower wählt die dickstmögliche Faser knapp unterhalb der „Kratz-Schwelle“. So bleibt die Kleidung weich, aber unglaublich stark und langlebig.

Clever kleiden: Das Drei-Lagen-System

In einem kalten Klima reagiert unser Körper auf Temperaturschwankungen. Sobald Ihnen kalt wird, wird die Durchblutung von Händen und Füßen reduziert, um lebenswichtige Organe (wie Herz und Gehirn) warm zu halten. Bekommen Sie kalte Füße? Dann hilft es oft, eine Mütze oder einen zusätzlichen Pullover anzuziehen!

Um bei wechselnder Anstrengung komfortabel zu bleiben, wenden Sie das Lagen-Prinzip an:

Schicht Funktion Empfohlenes Material
Schicht 1: Basisschicht Feuchtigkeit abführen und die Haut trocken halten. Dünne Merinowolle (z. B. Woolpower Light oder Ullfrotté 200).
Schicht 2: Mittelschicht Zusätzliche Isolierung und Aufbau stehender Luft. Dickere Wollschlingen (z. B. Ullfrotté 400 oder 600).
Schicht 3: Außenschicht Schutz gegen Wind, Regen und Schnee von außen. Wind- und wasserabweisende atmungsaktive Jacke.

Pflegeleicht

Ein großer Vorteil von Wolle ist, dass sie von Natur aus Bakterien und unangenehme Gerüche abweist. Eine Nacht an der frischen Luft ist oft ausreichend, um die Kleidung aufzufrischen.

Falls Sie sie doch waschen möchten: Durch die einzigartige Faserzusammensetzung (eine Kombination aus Merinowolle und synthetischer Verstärkung) können die Kleidungsstücke problemlos in der Waschmaschine bei 60 °C gewaschen werden, was ideal ist, um Bakterien effektiv abzutöten.

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GOTS: mit Stolz tragen!

GOTS: mit Stolz tragen!

GOTS steht für den Global Organic Textile Standard. Es ist weltweit die strengste Zertifizierung für biologische Fasern. Wo sich andere Labels oft nur auf den Anbau der Pflanze konzentrieren, betrachtet GOTS die gesamte Kette.

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Pflegetipp: So hält deine wasserdichte Jacke jahrelang.

Pflegetipp: So hält deine wasserdichte Jacke jahrelang.

Deine Jacke muss einiges aushalten. Schweiß, Schmutz und Fett können die Leistung deiner Lieblings-Outdoorbekleidung erheblich beeinträchtigen. Durch regelmäßiges Waschen bleibt deine Kleidung in Topform und behält ihre technischen Eigenschaften bei.

Hier erklären wir dir, wie du verschiedene Materialien am besten pflegst und was die Garantiebedingungen beinhalten...


1. Deine wasserdichte Jacke waschen

Das Waschen einer Funktionsjacke mag kompliziert erscheinen, ist aber zu Hause eigentlich ganz einfach.

Schritt 1: Vorbereitung

  • Lasse zuerst einen Spülgang mit leerer Waschmaschine laufen, um Seifenreste vorheriger Waschgänge zu entfernen.

  • Entleere alle Taschen und lasse sie offen.

  • Schließe den Frontreißverschluss und löse alle verstellbaren Kordelzüge.

Schritt 2: Waschen

  • Wasche bei 30°C im Feinwaschprogramm (mit geringer Schleuderzahl).

  • Verwende vorzugsweise ein Funktionswaschmittel wie den Grangers 2-in-1 Cleaner. Auch andere spezielle Reinigungsmittel funktionieren gut, solange sie für Funktionsstoffe geeignet sind.

Schritt 3: Trocknen (Wichtig!)

  • Das Trocknen ist der wichtigste Schritt: Durch die Wärme wird die DWR-Beschichtung (Durable Water Repellent) reaktiviert, wodurch die Jacke wieder wasserabweisend wird.

  • Trockne die Jacke im Trockner bei niedriger Temperatur, bis sie trocken ist.

  • Lasse die Jacke danach noch 20 Minuten länger im Trockner, um die DWR-Beschichtung vollständig wiederherzustellen.


2. Synthetische Isolierung waschen

Fängt deine Steppjacke an zu riechen oder verliert sie an Bauschkraft? Dann ist es Zeit für eine Wäsche.

Schritt 1: Vorbereitung

  • Spüle die Waschmaschine vor, um Seifenrückstände zu entfernen.

  • Stelle sicher, dass die Taschen leer und offen sind. Schließe den Hauptreißverschluss und lockere Ärmelbündchen sowie Saumkordeln.

Schritt 2: Waschen

  • Wasche bei 30°C im Feinwaschgang.

  • Verwende ein spezielles Waschmittel für Isolationsmaterialien/Daunen, wie Grangers Down Wash.

  • Zusätzlich zweimal spülen, um sicherzugehen, dass alle Seifenreste aus der Füllung entfernt wurden.

Schritt 3: Trocknen

  • Gib die Jacke zusammen mit zwei sauberen Tennisbällen in den Trockner. Dies verhindert, dass die Füllung verklumpt.

  • Trockne bei niedriger Temperatur. Wiederhole den Vorgang, bis die Jacke vollständig trocken und wieder bauschig ist.


3. Allgemeine Outdoorbekleidung (Fleece, Softshell, T-Shirts)

Deine Outdoorbekleidung ist für tägliche Abenteuer gemacht. Das bedeutet, dass du deine Fleecejacke, Hose oder dein T-Shirt regelmäßig waschen solltest.

  • Vorbereitung: Taschen leeren, Reißverschlüsse schließen und Kordeln lockern.

  • Waschen: Verwende ein nicht-biologisches Waschmittel bei 30°C mit einem Kurz- oder Feinwaschprogramm.

  • Trocknen: Lasse diese Kleidung an der Luft trocknen, sofern das Pflegeetikett nichts anderes besagt.

Tipp: Durch richtige Pflege verlängerst du die Lebensdauer deiner Kleidung. Gut für deinen Geldbeutel und die Umwelt!


Garantie und Service

Wir stehen hinter unseren Produkten. Alles, was wir herstellen, hat eine Garantie für die Lebensdauer des Produkts.

Was beinhaltet die Garantie?

  • Abdeckung: Verarbeitungsfehler in der Konstruktion, bei den Stoffen oder Komponenten.

  • Reparatur: Wo möglich, reparieren wir Defekte in unserem eigenen Servicecenter. Ist eine Reparatur nicht machbar? Dann ersetzen wir das Kleidungsstück.

  • Schuhwerk: Für alle Schuhe von Sprayway gilt eine Garantie von 6 Monaten.

Was ist nicht abgedeckt?

  • Normale Abnutzung, versehentliche Beschädigung oder unsachgemäße Verwendung des Produkts.

  • Die „Lebensdauer“ wird danach bestimmt, wie lange ein Produkt bei normalem Gebrauch vernünftigerweise halten kann. Im Durchschnitt sind dies etwa 3 Jahre, wir prüfen dies jedoch im Einzelfall.

Wichtig: Hast du das Produkt nicht direkt bei uns gekauft? Bitte wende dich an den Händler oder die Website, bei dem/der du den Kauf getätigt hast. Halte deinen Kaufbeleg immer griffbereit.


Hast du Fragen zur Pflege deiner speziellen Ausrüstung? Komm im Geschäft vorbei oder schreibe uns eine Nachricht!

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Baby, we were born to... Walk

Baby, we were born to... Walk

Wussten Sie, dass jeder Ihrer 2 Füße aus 26 Knochen, 33 Gelenken, 19 Muskeln sowie 107 Sehnen und Bändern besteht? Aber wie oft machen Sie sich eigentlich bewusst Gedanken über die Basis all dessen? Ihre Füße sind Ihr einziger Kontaktpunkt zur Erde, doch in unserer modernen Welt behandeln wir sie oft stiefmütterlich und wissen wenig darüber, wie wichtig sie für uns sind. Es geht nicht nur um die Wahl der Schuhe, sondern auch um den Respekt gegenüber Ihren Füßen.

Laut Dr. Courtney Conley, Chiropraktikerin und Expertin für funktionelle Fußgesundheit, sind wir „Born to Walk“ (zum Gehen geboren). Ihre Mission ist simpel, aber revolutionär: Wir müssen lernen, unsere Füße wieder so zu nutzen, wie die Natur es vorgesehen hat.

Die anatomische Architektur: Mehr als nur eine Stütze

Dr. Conley erklärt, dass der Fuß als ein meisterhaftes, dynamisches Federsystem konzipiert ist.

Der Fuß hat eine Doppelfunktion, die für jeden Schritt, den Sie machen, entscheidend ist:

  1. Mobiler Adapter: Beim Auftreten muss der Fuß weich werden, um Stöße zu absorbieren und sich dem Untergrund anzupassen.

  2. Starrer Hebel: Beim Abstoßen muss sich der Fuß in eine rigide Struktur verwandeln, um uns kraftvoll und effizient vorwärts zu schieben.

Wenn wir unsere Füße in steife Schuhe mit dicken Sohlen stecken, geht diese natürliche Intelligenz verloren. Die Muskeln „erschlaffen“, die Gelenke werden steif und wir verlieren die dringend benötigte Propriozeption (die Fähigkeit des Gehirns, wahrzunehmen, wo sich der Körper befindet).


Die 4 Säulen der Conley-Methode

Dr. Conley blickt über den Fuß hinaus; sie betrachtet, wie der Fuß Knie, Hüfte und Rücken steuert. Hier sind die Kernprinzipien ihrer Lehre:

1. Der „Toe Splay“ (Zehenspreizung)

Die meisten modernen Schuhe haben eine spitze Zehenbox (toe box). Dadurch wird der große Zeh nach innen gedrückt (Hallux valgus). Laut Conley ist der große Zeh der „Ankerplatz“ Ihres Gangzyklus. Wenn dieser nicht gerade nach vorne zeigt, kann das Fußgewölbe nicht stabilisieren.

  • Die Lösung: Suchen Sie Schuhe mit einer breiten Zehenbox und ziehen Sie die Verwendung von Toe Spacers (Zehenspreizern) in Betracht, um die natürliche Ausrichtung wiederherzustellen.

2. Die „Short Foot“-Übung

Genau wie Sie einen starken „Core“ für einen gesunden Rücken benötigen, brauchen Sie eine starke „intrinsische Fußmuskulatur“. Conley ist berühmt für die Short Foot-Übung. Dabei versuchen Sie, den Ballen Ihres Fußes in Richtung Ferse zu ziehen, ohne die Zehen einzurollen. Damit „aktivieren“ Sie das Fußgewölbe und schaffen eine stabile Plattform für Bewegungen.

3. Die Auswirkung von „Zero Drop“

Viele Laufschuhe und Sneaker haben eine erhöhte Ferse. Dies verlagert Ihren Schwerpunkt nach vorne, verkürzt Ihre Achillessehne und setzt Knie und unteren Rücken unnötig unter Druck. Dr. Conley plädiert für einen schrittweisen Wechsel zu Schuhen ohne Fersenerhöhung (Zero Drop), damit Ihr Körper wieder lernt, sich vertikal auszurichten und auf natürliche Weise abzufedern.

4. Die kinetische Kette: Fuß-Hüft-Verbindung

Eine der wichtigsten Erkenntnisse von Dr. Conley ist, dass ein schwacher Fuß oft zu einer „faulen“ Gesäßmuskulatur führt. Wenn Ihr Fuß durch einen Mangel an Kraft nach innen sinkt (Überpronation), dreht sich Ihr Oberschenkel nach innen und Ihre Gluteus-Muskeln können nicht richtig arbeiten. Rückenschmerzen im unteren Bereich beginnen also oft... beim großen Zeh.


Wie beginnen Sie mit der „Born to Walk“-Transformation?

Die Erholung von jahrelangem falschem Schuhwerk geschieht nicht über Nacht. Man kann seine Füße nicht nach zwanzig Jahren Inaktivität an einem Tag „trainieren“. Dr. Conley empfiehlt einen sicheren Übergang:

  1. Interstitielles Barfußlaufen: Beginnen Sie mit 15 bis 30 Minuten täglich barfuß im Haus. Spüren Sie die Textur des Bodens und lassen Sie Ihre Zehen sich spreizen.

  2. Faszien mobilisieren: Verwenden Sie einen harten Ball (wie einen Lacrosse-Ball), um über Ihre Fußsohle zu rollen. Dies löst Verklebungen im Gewebe und verbessert die Durchblutung.

  3. Langsam steigern: Steigen Sie nicht direkt für einen Marathon auf minimalistische Schuhe um. Nutzen Sie diese zunächst für kurze Spaziergänge zum Supermarkt und steigern Sie die Belastung wöchentlich um 10 %.

  4. Knöchel stärken: Arbeiten Sie an der Knöchelmobilität. Ein steifer Knöchel zwingt den Fuß zur Kompensation, was oft zu Verletzungen führt.

Gehen ist die natürlichste Bewegung überhaupt, doch durch die moderne Schuhindustrie haben wir das Gefühl für unser Fundament verloren. Die Vision von Dr. Courtney Conley erinnert uns daran, dass wir keine externe Unterstützung benötigen, sondern innere Stärke.

Indem Sie Ihren Füßen die Freiheit zur Bewegung und die Kraft zur Belastbarkeit geben, verändern Sie nicht nur Ihre Art zu gehen, sondern Ihr gesamtes körperliches Wohlbefinden.

Baby, we were born to... Walk

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Wie wählt man eine gute Regenjacke aus?

Wie wählt man eine gute Regenjacke aus?

Was bedeutet die Wassersäule bei einer Regenjacke und wie nutzt man sie richtig?

Beim Kauf einer Regenjacke stößt man oft auf Zahlen wie 5.000 mm, 10.000 mm oder sogar 30.000 mm Wassersäule. Aber was bedeutet das eigentlich? Und vor allem: Wie viel Wassersäule benötigt man wirklich für die eigenen Aktivitäten?

In diesem Blog erklären wir, was die Wassersäule ist, wie sie gemessen wird und worauf du bei der Wahl einer wasserdichten Jacke achten solltest.


Was ist eine Wassersäule?

Die Wassersäule gibt an, wie wasserdicht ein Material ist. Dieser Wert wird in Millimetern (mm) angegeben und zeigt, wie viel Wasserdruck ein Stoff aushalten kann, bevor Wasser hindurchdringt. Je höher die Zahl, desto besser der Schutz gegen Regen.

Bei einem Test wird ein mit Wasser gefüllter Zylinder auf ein Stück Stoff platziert. Sobald ein Wassertropfen durch das Material dringt, wird die Höhe des Wassers gemessen. Diese Höhe – zum Beispiel 10.000 mm – entspricht der Wassersäule des Materials.


Wie viel Wassersäule benötigst du?

Nicht jede Aktivität erfordert dieselbe Wasserdichtigkeit. Dies sind einige Richtlinien:

1.500 – 5.000 mm
Geeignet für leichten Regen oder kurze Spaziergänge.

5.000 – 10.000 mm
Gut für den täglichen Gebrauch und bei mäßigem Regen.

10.000 – 15.000 mm
Ideal für Sportarten wie Wandern, Laufen oder Radfahren bei Regen.

15.000 – 30.000 mm
Für starken Regen, intensive Outdoor-Aktivitäten oder extreme Bedingungen.

Wichtig zu wissen: Druck auf den Stoff spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn du zum Beispiel einen Rucksack trägst oder auf nassem Gras sitzt, kann Wasser schneller durch den Stoff gedrückt werden.


Wasserdicht ist nicht alles

Die Wassersäule sagt etwas über die Membran einer Jacke aus, aber sie ist nicht der einzige Faktor, der bestimmt, ob du trocken bleibst. Auch diese Elemente sind wichtig:

  • Getapte Nähte – verhindern, dass Wasser über die Stichnähte eindringt

  • Versiegelte Reißverschlüsse – halten Regen ab

  • Eine robuste Außenschicht – schützt die Membran

  • Eine gute Kapuze – schützt vor Wind und Regen

  • Belüftungsreißverschlüsse – sorgen für zusätzliche Luftzirkulation bei Anstrengung


Atmungsaktivität: Mindestens ebenso wichtig

Beim Wandern, Laufen oder Radfahren produziert dein Körper Wärme und Schweiß. Deshalb ist es wichtig, dass eine Jacke atmungsaktiv ist.

Dies wird meist in Gramm Wasserdampf pro Quadratmeter in 24 Stunden gemessen. Je höher dieser Wert, desto besser kann das Material Schweiß nach außen leiten. Ab etwa 10.000 g/m²/24h spricht man von einer gut atmungsaktiven Jacke.

Eine extrem wasserdichte Jacke kann weniger atmungsaktiv sein, wodurch du schneller klamm wirst. Deshalb ist es wichtig, eine Balance zwischen Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität zu finden.


Wasserdicht, wasserabweisend oder wasserfest?

Diese Begriffe werden oft synonym verwendet, bedeuten aber nicht dasselbe:

  • Wasserdicht: lässt kein Wasser durch, auch bei lang anhaltendem Regen

  • Wasserabweisend: Regen perlt vom Stoff ab, hält aber keinem anhaltenden Regen stand

  • Wasserfest: bietet begrenzten Schutz vor Feuchtigkeit


Kurz gesagt

Die Wassersäule ist ein nützlicher Indikator, um die Wasserdichtigkeit einer Jacke zu vergleichen. Dennoch bestimmt nicht nur dieser Wert, ob du trocken bleibst. Auch das Design, die Materialien und die Atmungsaktivität spielen eine große Rolle.

Möchtest du eine Jacke wählen? Überlege dir dann zuerst, wo und wie du sie einsetzen wirst. Für den täglichen Gebrauch reicht oft eine niedrigere Wassersäule, während intensive Outdoor-Aktivitäten eine höhere Wasserdichtigkeit und gute Belüftung erfordern.


Unser Rat:
Überprüfe nicht nur die Wassersäule, sondern auch Aspekte wie getapte Nähte, Belüftung und Atmungsaktivität. So entscheidest du dich für eine Jacke, die nicht nur Wasser abhält, sondern auch während deiner Aktivitäten komfortabel bleibt.

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